Spezifisches Programm 'Zusammenarbeit'

Als Aktionsfeld für forschungsaktive KMU bietet sich das Spezifische Programm „Zusammenarbeit“ an, für dessen zehn Themengebiete der weitaus größte Teil der Fördermittel zur Verfügung steht.
Die Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen im Rahmen der Verbundforschung zu vorgegebenen Themen erfolgen ein- bis zweimal pro Jahr. Besonders vorteilhaft ist diese Form der Teilnahme am FP7 für KMU, die sich mit Ihrer Kompetenz zwanglos in bereits im Aufbau befindliche Konsortien, die in der Regel von Wissenschaftseinrichtungen organisiert werden, einbringen können. Informationen darüber sind bei den so genannten Nationalen Kontaktstellen (NKS) erhältlich, die zu jedem Themengebiet des Spezifischen Programms „Zusammenarbeit“ wie auch zu den anderen Bereichen des FP7 eingerichtet wurden und die die Aufgabe haben, Antragsteller kostenlos zu unterstützen.
Am Programm „Kooperation“ teilnehmende KMU erhalten einen Zuschuss in Höhe von bis zu 75% aller zuwendungsfähigen Kosten, in denen neben den vollständigen Personal- und Sachkosten eine Gemeinkostenpauschale von 20% enthalten ist.
Aufrufe im Programm 'Zusammenarbeit'

Joint Technology Initiatives

Interessant für forschungsaktive KMU ist auch die Teilnahme an Gemeinsamen Technologieinitiativen (Joint Technology Initiatives, JTI), die auf der Basis von Kapital aus dem privaten Sektor im Verbund mit nationalen und europäischen öffentlichen Mitteln umfassende Forschungsprogramme durchführen, um strategische Forschungsziele spezifischer Branchen zu verfolgen.
JTI zielen mit ihren Themenausschreibungen auf kritische Bereiche, in denen die bisher angewandten Förderinstrumente nicht ausreichen, um Europa im weltweiten Wettbewerb bestehen zu lassen. Jüngst wurden die ersten beiden Vorschläge für JTI von der Europäischen Kommission angenommen: ARTEMIS (Embedded Systems, Budget 2,7 Mrd. EUR) und IMI (Verfahren, um bessere und sicherere Arzneimittel schneller an den Markt zu bringen, Budget 2 Mrd. EUR). Es wird erwartet, dass aus den mehr als 30 heute aktiven Europäischen Technologieplattformen (ETP), in nächster Zukunft weitere JTI auf Gebieten wie z.B. Luft- und Raumfahrt, Brennstoffzellen, Nanoelektronik, Umwelt und Sicherheit hervorgehen werden.

EuroStars und ERA-net

Ein weiteres auf forschungsaktive KMU ausgerichtetes Programm ist EuroStars, welches die bisherige Initiative EUREKA fortsetzt und ausbaut.
Die Fördermittel, die sowohl aus europäischen als auch aus nationalen Quellen stammen, sind allerdings mit jährlich ca. 65 Mio. EUR vergleichsweise niedrig budgetiert. Der Vorteil besteht hier darin, dass die Wahl des Forschungsthemas durch das beantragende Konsortium nahezu frei erfolgen kann.

Schließlich soll im Zusammenhang mit FP7 auch noch auf ERA-net Projekte hingewiesen werden, die sich dadurch auszeichnen, dass hier nationale Förderprogramme ausgewählter Mitgliedsstaaten synchronisiert werden, was in gemeinsamen Themenausschreibungen der Projektträger mündet.
ERA-net Ausschreibungen

Spezifisches Programm 'Menschen'

Das Spezifische Programm „Menschen“ (so genannte Marie-Curie-Maßnahmen) bietet sowohl für forschungsaktive KMU als auch für innovationsaktive KMU Chancen zur temporären Erweiterung ihres FuE-Potenzials.
Mit dem Ziel der Karriereförderung für Wissenschaftler vergibt die EU u. a. Einjahres-Stipendien an ausländische Wissenschaftler, die in deutschen Unternehmen anhand von betriebseigenen Forschungsthemen ihre Qualifikation erhöhen wollen. Die Personalkosten für die Wissenschaftler werden dabei vollständig von der EU übernommen; hinzu kommt ein Sachkostenzuschuss für das gastgebende Unternehmen. Ein großer Vorteil für das Unternehmen besteht darin, dass die im Rahmen des Gastaufenthaltes gewonnenen Ergebnisse vollständig in sein Eigentum übergehen.
Offene Calls


Weitere Informationen und Unterstützung für die Antragstellen erhalten Sie über die nationalen Kontaktstellen. Übersicht über die Nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung für das FP7