Das Programm Eco-Innovation ist eine Initiative im Rahmen des Programms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP). Es fördert die Markteinführung von Technologien, Produkten und Dienstleistungen, die die Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf die Umwelt verringern.

Das EU-Kooperationsbüro der Bayern Innovativ ist Anlaufstelle für bayerische Antragsteller

Förderprogramm CIP Öko-Innovation

Fördergegenstand:
Unterstützung bei der Markteinführung von umweltfreundlichen Produkten, Dienstleistungen und Technologien mit einer europäischen Dimension
Rahmenprogramm für Wettbewerb und Innovation (CIP)
Schwerpunktmaßnahmen der Förderung sind:
• Demonstrationsvorhaben
• Erstanwendungen (Industrialisierung)
• Vorbereitungsmaßnahmen für die Marktverbreitung

Projekte nach der Forschungs- und Entwicklungsphase, wie Adaption von Prototypen, Erstverkauf und Konfiguration von innovativen technischen Lösungen, Upscaling zur Vorbereitung der Serienproduktion, reine Marketingaktivitäten werden durch das Programm nicht gefördert. Öko-Innovation beschäftigt sich mit innovativen Vorhaben nach der F+E-Phase.

Thematische Förderprioritäten (2012)
1) Materialrecycling
bessere Sortierprozesse und -methoden für Abfallstoffe, aber auch innovative Wiederverwendung von Stoffen oder neue, harmonisierte Recyclingprozesse und Lieferketten
2) Nachhaltige Bauprodukte
Umweltfreundliche und ressourceneffiziente Produkte und Verfahren, Vermeidung und Wiedernutzung von Abfällen, Reduzierung von Emissionen und Immissionen
3) Lebensmittel und Getränke
Sauberere und innovative Produkte, einschließlich Verpackungsmethoden und -materialien, -prozesse und -dienstleistungen mit dem Ziel einer höheren Ressourceneffizienz
4) Wasser
Maßnahmen zur Wassereinsparung, insbesondere Einführung von wasserfreien Verfahren
5) Grüne Unternehmen und grüner Einkauf
Berücksichtigung von Umweltkriterien für Einkauf und Investitionen, neue Geschäftsmodelle, neue Produkte

Antragsberechtigung 
Antragsberechtigt sind alle juristischen Personen aus Mitgliedsländern der EU und Partnerländer des Programms, Einzelanträge sind unter Verdeutlichung des europäischen Mehrwerts möglich. Hauptzielgruppe sind KMU (bisher rund 70% aller Antragsteller)

Art und Höhe der Förderung: 50% für das Konsortium

Projektdauer: max. 36 Monate, Regelfall 24 Monate 

Durchschnittliches Fördervolumen: ca. 800.000 €

Länder: 
Anträge können von juristischen Personen aus folgenden Ländern gestellt werden: 27 EU-Mitgliedstaaten, EEA EFTA-Ländern (Island, Liechtenstein, Norwegen) sowie Albanien, Kroatien, ehem. Jugoslawische Republik Mazedonien, Israel, Montenegro, Serbien, Türkei und weiteren Ländern, mit denen entsprechende EU-Vereinbarungen getroffen sind.

Budget: 200 Mio. Euro im Zeitraum von 2008 bis 2013

Generell sind bei einer Antragstellung im Programm CIP Öko-Innovation zwei Grundprinzipien zu beachten und im Projektantrag dazustellen.

1) Ökobilanz / Life Cycle Assessment
Wie umweltfreundlich und öko-innovativ ist die Projektidee? Eine Ökobilanz soll aufzeigen, welche positiven Umweltwirkungen durch die Einführung der neuen Technologie oder Dienstleistung erreicht werden. Hierbei ist es wichtig, den gesamten Lebenszyklus zu betrachten und die Indikatoren stoff- und materialbezogen dazustellen (Energie, Rohstoffe, CO2-Einsparung, Vermeidung bzw. Reduzierung des Wasserverbrauchs, Reduzierung von Produktionsabfällen, Nutzung von Sekundärrohstoffen).

2) Markteinführung / Upscaling
Das Programm fördert die Markteinführung / Upscaling von Innovationen mit Umweltwirkung. Hierbei fällt dem „Market Replication Factor“ eine große Bedeutung zu. Ein zentrales Vergabekriterium ist der zu erwartende unternehmerische Vorteil, der sich aus der neuen Technologie / Dienstleistung ergibt: Je höher das wirtschaftliche Potential der Projektidee, desto höher die Förderwahrscheinlichkeit. Es muss also ein Markt vorhanden sein, der im Projektantrag darzustellen ist.

Anträge von KMU werden ausdrücklich unterstützt. Die Zusammenarbeit von unterschiedlichen EU-Partnern in einem Projekt ist nicht zwingend erforderlich. Projekte müssen allerdings einen EU-Mehrwert aufweisen, d.h. Antragsteller müssen darlegen, warum ihr Projekt durch EU- und nicht durch lokale, regionale oder nationale Fördermittel unterstützt werden sollte.

Vorrang bei Projektanträgen wird den Themen eingeräumt, die zu bedeutenden potenziellen Verbesserungen bei den Umweltauswirkungen ihrer Betriebe, Produkte oder Dienstleistungen führen können.

Abgabefrist: 5. September 2013 (Elektronische Einreichung EPSS)

Kontakt:   Dr. Eva Halsch
                  0911 20671-318
                  halsch@bayern-innovativ.de

Links

zum Call 2013
zum Call 2013
Der Call 2013 ist offen. Deadline ist der 5. September 2013.